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Traditionshersteller Metz


Kaum jemand ist der Name des Herstellers Metz so richtig geläufig, ganz unbekannt klingt er aber auch nicht. Der TV-Hersteller ist nicht in den großen Elektrotfachmärkten und Discountern zu finden, sondern nur bei Fachhändlern kleinern Formats. Am Preiskampf beteiligt sich die Firma schon seit Jahren nicht mehr. Trotzdem bleibt ihr Marktanteil stabil und liegt noch über dem von Traditionshersteller Grundig.

Klasse statt Masse

Der Hersteller produziert nicht in rauen Mengen und auch nicht für den Massenmarkt. Nur in der Nische der Qualitätsbewussten und Gutbetuchten können die Geräte, die bis heute ausschließlich in Deutschland produziert. Besonders ist auch die Ziel und Käufergruppe der Metz-Geräte.Der durchschnittliche Käufer des Metz-Fernseher ist über 50 Jahre alt und achtet wohl mehr als auf zeitgenössisches Design, niedrige Preise und überflüssigen Schnickschnack auf Qualität und vor allem auf den Zusatz, den die wenigsten Billiganbieter nicht in dieser Form leisten können: Prompten und direkten Service durch Fachhändler. Daher wissen wohl auch gerade die älteren Klienten zu schätzen, dass sie hier nicht an Hotlines verbunden werden, sondern in den Laden gehen können und dort kompetente technische Betreuung vor Ort erhalten.

Langjähriges Bestehen

Die Firma wurde schon 1938 in Zirndorf von Paul Metz gegründet und hat sich nach einigen Versuchen mit anderen Geräten letztlich auf die Produktion von Fernsehern und Blitzgeräten beschränkt. Nach dem Tod des Inhabers und Gründers im Jahre 1993 übernahm seine verwitwte Frau die Leitung der Geschäfte. Erst kürzlich gab sie das Zepter aus der Hand ist aber heute noch, weißhaarig und inzwischen 84-jährig alleinige Gesellschafterin und Vorsitzende des Firmenbeirats. Seitdem weht ein wenig frischer Wind durch die altehrwürdigen Hallen. Ein bisschen mehr soll nun aufs Design geachet werden und damit den rund 700 Mitarbeitern auch langfristig eine Perspektive erhalten werden. Denn die Fernseher aus Zirndorf sind eigentlich überhaupt nicht konkurrenzfähig. Sie liegen mit einer Preisspanne von 1100 bis 1700 Euro in manchen Produkten fast doppelt so hoch wie ihre Konkurrenten.

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